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Heimattage in Bad Mergentheim:

Gemeinsamer Stand von Fischereiverein Bad Mergentheim und LFV-Fischmobil

Großes Interesse am vielfältiges Leben in und am Wasser – Präsident Arnulf von Eyb vor Ort


Bad Mergentheim. Die „Baden-Württemberg“-Tage (7. und 8. Mai) im Rahmen der diesjährigen Heimattage in Bad Mergentheim boten den Besuchern an den zahlreichen Info-Ständen vielfältige Eindrücke aus Wirtschaft, Institutionen und Vereinen. Auch der Fischereiverein Bad Mergentheim war dabei: Am Sonntag präsentierten die Fischer im Schlosspark nahe des Mondhäuschens in zwei Aquarien zahlreiche in der Tauber lebende Fischarten und informierten über alle Fragen des Angelns, des Lebens im und am Wasser sowie der Vereinsarbeit. Unterstützt wurden sie dabei vom Landes-Fischereiverband Baden-Württemberg. Ruben van Treeck, Biologe und Mitarbeiter in der LFV-Hauptgeschäftsstelle Stuttgart, war mit dem LFV-Fischmobil angereist und hatte neben zahlreichen Modellen von Fischen, Vögeln und weiteren Bewohnern der Gewässer auch Mikroskope, diverse Präparate sowie Arbeitsblätter und Buntstifte dabei.

Neben Senioren und Einzelpersonen zählten vor allem Familien mit Kindern zu den Besuchern des Standes. Wer sich in den Aquarien an den lebenden Fischen erfreute, konnte im Anschluss beim Fischmobil seine neu erworbenen Kenntnisse über die jeweiligen Arten weiter vertiefen. Ruben van Treeck erläuterte kinder- und erwachsenengerecht Wissenswertes über die Wasserbewohner. Die mitgebrachten Mikroskope ermöglichten ganz besondere Blicke auf Kiefer oder Schlundzähne verschiedener heimischen Süßwasserfische. Anhand mehrerer originalgetreuer Modelle erläuterte der Biologe die unterschiedlichen Fischarten. Ob Bachforelle, Hecht und Nase, ob Krebs, Muscheln, Kormoran oder Bisamratte – der vielfältige Lebensraum Wasser faszinierte Alt und Jung. Die Angler erläuterten den Besuchern die unterschiedlichen Gewässerbereiche mit den dafür jeweils typischen Fischen in der Tauber und beantworteten die Fragen des Publikums – viele Menschen kennen Fische ja nur noch von der Speisenkarte der Restaurants. Wie vielfältig das Leben in der Tauber ist, war dann auch für zahlreiche Standbesucher überraschend und wurde mit großem Interesse quittiert.

Für das Heimattage-Team des Fischereivereins Bad Mergentheim war dieser Sonntag ebenfalls reich an neuen Erfahrungen. „Uns hat‘s Spaß gemacht. Die Besucher haben viele Fragen gestellt, und besonders die Kinder waren sehr interessiert“, fasste Michael Wasser die Eindrücke zusammen. Mitgeholfen haben neben Wasser auch Josef Dürr, Sven Plewa, Lucas Herm, Stephan Singer, Ina Henne sowie Hans-Peter Kuhnhäuser. Zudem kamen im Laufe des Tages weitere Vereins-Mitglieder zum Stand und ergänzten so immer wieder den stets auskunftsfreudigen Kreis der Fischer.

Auch der erst kürzlich neu gewählte Präsident des Landesfischereiverbands, Arnulf von Eyb, stattete den Mergentheimer Anglern und dem Fischmobil einen Besuch ab. Der Präsident zeigte sich sehr erfreut über das große Publikumsinteresse sowie das Engagement des Bad Mergentheimer Fischereivereins. Das Fischmobil und das Wirken des Landesverbands-Biologen Ruben van Treeck würdigte von Eyb ebenfalls.

„Wir müssen die Öffentlichkeit umfassend über unsere Passion, unseren Auftrag und unser Wirken als Naturschützer informieren. Die Vereine leisten da sehr viel“, sagte Arnulf von Eyb. Zudem sei dem LFV und den Vereinen auch der soziale Aspekt sehr wichtig. Die Angler und ihre Vereine wollen Verständnis und Rücksichtnahme auf und für die Belange der Natur und speziell die Gewässer mit ihren zahlreichen Fischarten, Insekten, Reptilien, Vögeln und Säugetieren wecken und fördern. „Das Thema Angeln umfasst ja weit mehr als nur das Beutemachen“, sagte der LFV-Präsident, der im Gespräch mit Standbesuchern auch eine Forderung seines Verbandes erläuterte: „Wir wollen, dass Kinder bereits mit sieben Jahren den Jugend-Fischereischein erhalten können.“ Bisher ist das erst zehn Jahren möglich. Alleine fischen gehen dürfen die Kinder ohnehin nicht, denn sie müssen immer von einem erwachsenen Fischereischeininhaber begleitet, angeleitet und beaufsichtigt werden. „Aber wir können vorhandenes Interesse frühzeitig fördern und die Kinder so an die Natur, an angemessenes Verhalten, das Erlebnis Angeln, den natur- und tierschutzgerechten Umgang mit der Beute und auch an die Vereine heranführen“, verdeutlichte Arnulf von Eyb.

© Fotos und Text: H-P Kuhnhäuser